Die Wochenübersicht: 3703 Zivis im Gesundheits-, Sozialwesen und in Schulen im Einsatz

Aktuell (Stand: 13.07.2020) sind in den Bereichen Pflege, Betreuung und Schulen schweizweit 3570 Zivis in ordentlichen Einsätzen. Zudem sind 133 Zivis in Notlageneinsätzen. Ihre Pflichtenhefte sind spezifisch darauf ausgerichtet, die jeweiligen Einsatzbetriebe –namentlich Spitäler, Heime und Asylzentren – in der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen. Das Bundesamt ZIVI koordiniert die Einsätze im Tätigkeitsbereich «Katastrophen und Notlagen» mit allen beteiligten Akteuren im Prozess Ressourcenmanagement Bund (ResMaB) des Bundestabes Bevölkerungsschutz BSTB. Seit Ende März sind rund 100 Begehren nach Unterstützung durch den Zivildienst eingegangen.

Das Bundesamt ZIVI heisst Begehren für den Einsatz von Zivis zur Bewältigung der COVID-19 Pandemie und zur Regeneration nur gut, wenn sich Personalressourcen nicht aus dem zivilen Arbeitsmarkt zumindest temporär rekrutieren lassen (bspw. durch Freiwillige oder durch die RAV vermittelte ausgebildete zivile Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Pflege und Betreuung sowie Reinigung/Desinfektion, die lagebedingte Kurzarbeit leisten oder arbeitslos wurden oder durch freiwillige ausgebildete Medizin- und Pflegefachkräfte, die nicht mehr berufstätig oder in anderen Berufsfeldern tätig sind).

Zivi-Einsätze und Diensttage per 13.07.2020 nach Kanton und Tätigkeitsbereich:

 
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Zivi-Einsätze und Diensttage per 13.07.2020 nach Kanton und Tätigkeitsbereich

Letzte Änderung 14.07.2020

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Der Zivildienst in Notlagen

Mit rund 4000 ordentlichen Einsätzen im Gesundheits-, Sozial- und Schulwesen pro Woche leistet der Zivildienst Unterstützung in diesen besonders geforderten Bereichen. Das Bundesamt ZIVI kann darüber hinaus zu Notlageneinsätzen (Art. 7a ZDG) aufbieten. Erste solche Einsätze finden seit 30. März 2020 statt.

Der Zivildienst ist keine Ersteinsatzorganisation wie Armee und Zivilschutz. Der Zivildienst führt solche Einsätze nicht und verfügt nicht über die nötige Ausrüstung oder kurze Aufgebotsfristen, damit eine grosse Anzahl zusätzlicher Zivis kurzfristig einsatzbereit ist. Das ist in der jetzigen Situation aber auch eine Stärke: Zivis ergänzen die anderen Akteure, indem sie deren Durchhaltefähigkeit wirksam verlängern – in der Bewältigungs- wie auch in der Regenerationsphase danach.

Einsätze des Zivildienstes werden anders als die Einsätze von Armee oder Zivilschutz nach dem «bottom-up»-Prinzip organisiert. Das heisst: Kein Einsatz ohne Einsatzbetrieb und Pflichtenheft für die Aufgaben des Zivis. Für Personalbegehren und Ressourcen gibt es das Ressourcenmanagements Bund ResMaB. Darin werden mit allen Akteuren im föderalen System Begehren der Kantone und öffentlicher Institutionen des Bundes koordiniert bearbeitet und Bundesressourcen strukturiert gesprochen. Das Bundesamt ZIVI ist als Mitglied des Bundesstabs Bevölkerungsschutz in diesen Koordinations- und Entscheidprozess integriert (vgl. dazu auch FAQ EiB).

https://www.zivi.admin.ch/content/zivi/de/home/coronavirusnews/20200713.html