Schwerpunktprogramme (SPP)

Der Zivildienst konzentriert die Wirkung der Einsätze in Schwerpunktprogrammen (SPP), wo im öffentlichen Interesse Handlungsbedarf und Ressourcenmangel ausgewiesen sind (vgl. Art. 4 Abs. 4 ZDG sowie Art. 8 und 8a ZDV). Zivis, die die Rekrutenschule nicht bestanden haben, leisten ihren langen Zivildiensteinsatz von mindestens sechs Monaten (180 Tage) in einem SPP. Danach leisten sie mindestens 70 weitere Diensttage im selben SPP.

Es gibt zwei SPP:

  1. SPP «Pflege und Betreuung»: Dieses beinhaltet die Pflege und Betreuung von Mitmenschen. Typische Einsatzorte sind Spitäler, Altersheime, Behindertenwohnheime und -werkstätten, Schulen, Kinderkrippen und Asylheime. Das Pflichtenheft muss einen Anteil von mindestens 30 % an Pflege- oder Betreuungsaufgaben beinhalten. Gemeint sind Tätigkeiten im direkten Kontakt mit den zu betreuenden Personen.
  2. SPP «Umwelt- und Naturschutz»: Dieses beinhaltet die Themenbereiche Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz, Erhaltung der Artenvielfalt von Fauna und Flora oder Präventionsarbeiten zur Verhinderung von Schäden durch Naturkatastrophen. Das Pflichtenheft muss mindestens 30 % Feld-, Sach- oder wissenschaftliche Arbeiten enthalten, die direkt auf einen der oben genannten Themenbereiche einwirken.

Schwerpunktprogramme (SPP) angepasst

Zivis müssen den langen Einsatz sowie die folgenden 70 Zivildiensttage in der Regel in einem SPP leisten. Seit 1. Januar 2017 können Zivis diese Einsätze nur auf Pflichtenheften leisten, wenn mindestens 30 % der Aufgaben in der «Pflege und Betreuung» von Menschen oder im «Umwelt- und Naturschutz» anfallen. Dies ist die Folge der Schliessung der sogenannten «erweiterten» SPP. Die SPP waren im Herbst 2009 erweitert worden, als der Zivildienst stark wuchs. Es bestand das Risiko, dass die Anzahl Pflichtenhefte in den herkömmlichen SPP insbesondere für die langen Einsätze nicht ausreichen würde. In «erweiterten» SPP konnte deshalb der Betreuungs- und Pflegeanteil resp. der Umwelt- und Naturschutzanteil auch unter 30 % liegen. Da es heute genügend Einsatzplätze gibt, ist die Erweiterung nicht mehr notwendig. Alle Einsätze in erweiterten Schwerpunktprogrammen, die 2016 vereinbart wurden, können noch geleistet werden.

Letzte Änderung 27.01.2017

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