Wehrpflichtersatz – das ändert für Zivis

WPEG

Am 1. Januar 2019 sind die neuen Regeln zur Wehrpflichtersatzabgabe in Kraft getreten. Was ändert für Sie?

Das ist das Wichtigste:

  • Neu zahlen Sie eine Abgabe, wenn Sie in einem bestimmten Jahr nicht mindestens 26 Diensttage geleistet haben, obwohl Sie im betreffenden Jahr einsatzpflichtig waren. Bisher war die Abgabe geschuldet, wenn Sie nicht mindestens 26 Diensttage leisteten, auch wenn im betreffenden Jahr keine Einsatzpflicht bestand.

Das ändert ebenfalls:

  • Wenn Sie einen Einsatz bereits in einem Jahr leisten, bevor Pflicht dazu besteht, so schulden Sie im Jahr der Einsatzpflicht keine Abgabe.
  • Wird ein Dienstverschiebungsgesuch bewilligt, so bleiben Sie in dem Jahr abgabepflichtig, in welchem Sie nun wegen der Verschiebung keinen Einsatz leisten müssen.
  • Haben Sie in einem bestimmten Jahr Einsatzpflicht und können aber diese Pflicht im Folgejahr nachweislich (durch Zustellung der Einsatzvereinbarung) nachholen, schulden Sie für das betreffende Jahr keine Ersatzabgabe.

Abschlussabgabe:

  • Sie zahlen neu eine Abschluss-Ersatzabgabe, wenn Sie mit mehr als 25 Zivildiensttagen entlassen werden. Dies betrifft Zivis, die ab 31.12.2020 entlassen werden. In den vergangenen Jahren wurden jeweils über 95% der Zivis mit 0 Restdiensttagen entlassen.
  • Die Höhe der Abschluss-Abgabe berechnet sich nach dem Einkommen im Entlassungsjahr. Der Gesamtdienstleistung und bislang geleisteten Ersatzabgaben wird Rechnung getragen.

Diese Änderungen gelten per 1.1.2019 und werden wegen der steuerlichen Vergangenheitsbemessung erstmals für das Jahr 2018 angewendet.

Unverändert bleibt die Höhe der Abgabe: Sie beträgt 3 % Ihres Jahreslohns, mindestens aber CHF 400.–. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Fragen zu Ihrer Veranlagung beantwortet Ihnen wie bis anhin die kantonale Veranlagungsbehörde.

Letzte Änderung 11.01.2019

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